Die Zombies von Thomas Plischke

Die junge Lily schreibt an ihrer Studienarbeit in Oxford über den Zombiemythos und lernt durch Zufall den mysteriösen Victor kennen. Ihr Studienfreund Gottlieb, der heimlich in Lily verliebt ist, muss eines Tages Hals über Kopf abreisen und versteckt mehr als ein Geheimnis vor ihr, wie sie langsam ahnt. So nähert sie sich Victor, der sie auf eine merkwürdige Verabredung einlädt, nach der nichts mehr so ist, wie vorher. Lily verändert sich und wird Victor ähnlicher, als ihr bald lieb ist. Zur gleichen Zeit muss Gottlieb nach dem Tod seines Vaters das Familiengeschäft weiterführen, wovon er anfangs nicht sehr begeistert ist. Dabei haben er und seine Familie bald mehr mit Victor und Lily zu tun, als ihm lieb ist. Derweil geht es auch im beschaulichen Ort namens Manger geheimnisvoll zu – der junge Ben und seine Freundin Alice sollen in die Gemeinschaft der Erwachsenen aufgenommen werden. Hinter dem Aufnahmeritual steckt allerdings eine Wahrheit, die alles auf den Kopf stellt – und von der offenbar alle Bewohner besser Bescheid wissen, als sie zugeben.

Im Verlauf des Buches werden die einzelnen Erzählerperspektiven sehr gut zusammengeführt und man fiebert mit der jeweiligen Partei, wie es nun weitergeht. Die Spannung bleibt so über das gesamte Buch sehr gut erhalten.
Weniger gut hat mir die Entwicklung des Themas gefallen – anfangs schien Thomas Plischke den Mythos der Zombies von einer ganz anderen Seite, die tiefer in die Beweggründe und in die Seele der Betroffenen reicht, zu beleuchten. Doch im Verlauf des Buches dominiert der Horror-Aspekt: es wird gebissen, zerfleischt, gemordet und das nicht zu knapp. Meinen Geschmack hat es nicht ganz getroffen und auch die Beziehungen der einzelnen Protagonisten untereinander hätten für mich noch etwas ausführlicher beschrieben sein können. Alles in allem ist es ein solider Horror-Roman, der Fans des Genres ganz bestimmt nicht enttäuschen wird.

Von mir gibt es 7 von 10 Punkten.

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