Alica von Bernhard Hennen

Was als Reise auf das Rittergut ihrer Großeltern beginnt, wird für die junge Alica zum schaurigen Fantasy-Märchen der etwas anderen Art: In dem Gemäuer treibt ein Geisterfalke sein Unwesen und Alica verliebt sich bald in den jungen Husaren François, der ihr im Spiegel erscheint. Und dann taucht auch noch der Heinzelmann Wallerich auf. Während der auf modernste Technik setzt, verstrickt sich Alica bald immer tiefer in schwarze Magie. Denn sie will nicht nur ihren Auftrag erfüllen, sondern auch François wiedersehen. Dafür schreckt sie sogar vor einem Pakt mit der gefürchteten Dunklen Königin nicht zurück …

Die Geschichte beginnt atmosphärisch sehr dicht. Die 14-jährige Alica flieht vor Sorgen um ihre kranke Mutter und ihren verschollenen Vater zu ihren Großeltern in die Eifel. Allerdings verpasst sie die Großeltern am Bahnhof und so macht sie sich allein auf, deren Herrenhaus zu erkunden, in dem ein Geisterfalke sein Unwesen treibt. Tags darauf bittet der Heinzelmann Wallerich Alica um Hilfe bei seiner Mission, den Geisterfalken unschädlich zu machen. Schnell wird klar, dass „Alica“ wesentlich ernsthafter als „Nebenan“ geschrieben ist. Anders als in „Nebenan“ geht es hier nicht um satirische Seitenhiebe auf die Gesellschaft, sondern es handelt sich um ein ernst zu nehmendes Fantasy-Abenteuer mit historischem Hintergrund. Als Historiker kennt sich Hennen mit der Geschichte der Eifel natürlich bestens aus und so erlebt der Leser nicht nur eine romantische Liebesgeschichte, sondern erfährt nebenher noch so einiges über die Franzosenfeldzüge im ausgehenden 18./beginnenden 19. Jahrhundert. Denn auf der Suche nach Erlösung für den Geisterfalken und seinen Herrn findet sich Alica mit Hilfe der dunklen Königin schon bald im 19. Jahrhundert wieder, um Geschichte aus erster Hand zu erleben.

Auch die sehr anschauliche Sprache, viel Charme und sehr viel Witz tragen seinen Teil dazu bei, dass die Zeit beim Lesen wie im Flug vergeht.

Von mir gibt es 8 von 10 Punkten.

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