Blogtour Rynestig – Wolfsmohn von Margarethe Alb

So Ihr liebn ich darf euch heute am letzten Tag der Blogtour einen kleinen Ausblick auf Band 2 liefern. Bis heute haben euch Kata, Nadja, Sarah, Andrea und Beate in die zauberhafte Welt aus Wohlfsmohn entführt wo Ihr Märchen auch mal ganz anders erzählt bekommt.

Morgen beendet Bella diese wundervolle und magische Blogtour. Aber nun viel Spaß mit der Leseprobe aus Band 2 Veilchenherbst.

1.

Meine Lippen brannten auf seinen. Auf den Lippen eines Mondwolfes. Eines Lunalupiden, wie die Kräuterfrau die Wölfe nannte.

So war ich noch niemals geküsst worden.

Als wenn mich auch schon einmal ein anderer Mann geküsst hätte. Der Vater und die Brüder zählten da vermutlich nicht. Oder? Schicklich war dieser Kuss vermutlich so gar nicht, aber ich fühlte das Leben und die Hoffnung in meinen Geist zurückströmen und ich würde es genießen, ewig so weiter zu machen.

Trotzdem. Ich zog meine Lippen mit Macht von seinem Mund weg.

Clemens, nicht, wir dürfen das nicht tun.“

Er stöhnte auf und wollte mich wieder zu sich ziehen. Er stöhnte noch einmal.

Dieses mal Zweistimmig.

Zweistimmig?

Ich fuhr endgültig auf und die Wirklichkeit drang wieder bis in mein Hirn vor. Der Verletzte.

Sofort drehte ich mich in den Armen des braunhaarigen Wolfsmannes um. Der namenlose, schwer verwundete Zwerg lag immer noch fast reglos auf meinem pelzgefütterten Umhang, hatte inzwischen aber seine Augen geöffnet. Er sah mit blutunterlaufenem Blick zu uns herüber und hielt sich zitternd den verbundenen Leib. Langsam sickerte Blut durch die Verbände und färbte das Leinen rot.

Widerstrebend ließ Clemens meine Schultern, welche er immer noch gepackt hielt, los und schob mich in die Richtung, in welcher der Verwundete auf sein provisorisches Lager gebettet lag.

Ich griff mir einen Leinenlappen aus dem Eimer, den ich früher an die Wand der violett glitzernden Kristallhöhle gestellt hatte, in welcher wir nun leider zu dritt festsaßen, und wischte ihm damit vorsichtig über die schweißnasse Stirn.

Der arme Kerl stöhnte ganz gruselig auf und versuchte uns röchelnd etwas zu sagen. Dabei blickte er auf den Becher, welcher mit frischem Wasser gefüllt, neben ihm stand.

Alles klar, ich legte mir vorsichtig seinen Kopf mit den verfilzten Haaren auf den Schoß und gab ihm einen Schluck zu trinken.

Nur wenige Augenblicke später brach die Hölle um uns los. Mindestens zwanzig schwer bewaffnete Zwerge brachen aus dem dunklen Gang in die mit Amethysten gespickte Kristallblase ein. Mit einem spitzen Aufschrei stürzte sich die kleine, runde Frau, welche mich nur wenige Stunden zuvor mit kuschelwarmen Stiefeln versorgt hatte, auf den armen Verletzten. Dieser stieß prompt einen wahrlich gotteslästerlichen Fluch aus, als sie stolperte und direkt auf ihm landete.

So wie ein lederner Ball von einer Wand abprallt, sprang sie zurück und wurde ihrerseits von einem besonders grimmig ausschauenden Zwerg aufgefangen.

Dessen eigentlich strenges und überaus grimmiges Gesicht zuckte verdächtig und in seinen Augen funkelten kleine Blitze, als er den Kopf hob und meinen Blick traf.

Ganz offensichtlich ging die Komik des Augenblickes auch an ihm nicht spurlos vorbei.

Mein Namenloser stöhnte auf. „Viola.“ Dieses Mal näherte sich die besorgte Zwergin ihm betont langsam und vorsichtig. Ganz so, als würde jemand die Zeit langsamer vergehen lassen.

Die runde Frau, welche ja ganz offensichtlich Viola hieß, ließ sich neben dem Schwerverwundeten sinken und ergriff die nach wie vor blutverkrustete Hand des Zwerges ohne Namen. Über ihr rundliches Gesichtchen liefen wahre Ströme an Tränen und tropften dann wie dicke Regentropfen bei einem Gewitter auf die ineinander verschlungenen Hände des Paares. Sie zog geräuschvoll die Nase hoch und schubste ihren blutigen Partner gegen die Brust, was dieser mit einem Stöhnen quittierte.

Du dämlicher Zwerg, ich hatte solche Angst, dass ich dich dieses Mal endgültig verloren hätte. Wir haben so unendlich lange gebraucht, bis wir hierher durchgekommen sind.“ Mit einer fast schon wütenden Geste rieb sie sich die Tränen aus den Augen, bevor sie sich über sein Gesicht beugte.

Vorsichtig streichelte sie ihm mit der freien Hand über die rauen Wangen.

Ich konnte nicht anders.

Es war mir einfach nicht möglich taktvoll wegzusehen, ich musste die beiden Verliebten einfach anstarren.

In deren rührenden Gesten lag die ganze Vertrautheit eines langen, gemeinsamen Lebens, es lag einfach alles darin, was ich mir für meine eigene Zukunft wünschte.

Ein bärtiger Zwerg schob sich zwischen das wiedervereinte Paar und mich, starrte mir in die Augen und wandte sich dann dem Paar am Boden zu.

Durch seine barschen Bewegungen brach der Bann, in welchen mich die tiefe Liebe des Pärchens gezogen hatte.

Wir müssen sofort zurück. Sie sind dabei, die Höhle einzukreisen.“

Clemens stand hinter mir und streichelte die ganze Zeit immer wieder beruhigend über meine Arme, während ich mich an seine Brust lehnte. Die Augen des grimmigen Zwerges, welcher nun seine Aufmerksamkeit wieder mir, oder besser gesagt uns, zugewandt hatte, folgten unaufhaltsam der Bewegung von Clemens Hand.

Was macht der Hund hier?“

Hinter mir begann es zu knurren. Sein ganzer Brustkorb schien dabei zu vibrieren.

Er ist mir zu Hilfe gekommen.“

Jetzt sind wir ja da.“ Der Zwerg spuckte verächtlich auf den Boden.

Er kann gehen.“

Das tiefe Knurren meines zum Glück noch zweibeinigen Beschützers wurde zunehmend lauter.

Toll.

Männer eben.

Aber nicht mit mir. Immerhin hatte ich einen der ihren gerettet und wurde jetzt nur angebrummt.

Da durfte ich mich ja wohl zumindest von einem mir wohl gesonnenen Wesen beschützen lassen.

Außerdem gab es dann auch noch ein winzigkleines Problem. Aber nur ein wirklich kleines.

Clemens geht nirgendwo hin. Da draußen ist es für niemanden mehr sicher. Das Feuer hat alles zerstört. Aeola hat uns auch diesen Fluchtweg versperrt, ihr bleicher Mann hat uns“, ich zeigte auf uns und den Verwundeten, „immerhin bis zum Eingang dieser Höhle verfolgt.“

Ein weiterer Zwerg betrat so schon ziemlich überfüllte Höhle. „Der Weg ist frei. Schnell. Ich weiß nicht, wie lange Geret den Gang noch freihalten kann.“

Sofort kam Bewegung in die grimmigen Kämpfer. Zwei von ihnen hoben vorsichtig den Verletzten samt seinem Pelzlager auf und allesamt schoben sich, und mittendrin natürlich auch die Kräuterfrau mitsamt ihrem zweibeinigen Wachhund, in Richtung Berg. Clemens folgte mir mit sichtlichem Unbehagen zum Ausgang der violett glitzernden Höhle. Ärgerliche Zwergenaugen blitzten ihn an, als er den engen Durchgang betreten wollte.

Ihr habt hier keinen Zutritt, Wolf.“

Entrüstet drehte ich mich zu Clemens um, bereits den Mund für eine Erwiderung geöffnet, welche sich gewaschen hatte. Mein Wolf schüttelte fast unmerklich den Kopf und ich ließ die Kiefer aufeinander klappen. Clemens schaute den offenbar wortführenden Zwerg an.

Zeigt mir nur einen einigermaßen sicheren Weg zur Wallenburg. Ich werde versuchen, von dort Hilfe zu holen. Es bringt uns allen überhaupt nichts, wenn wir gegeneinander arbeiten. Egal wie ihr es dreht und wendet, es gibt nur eine Lösung. Entweder ihr nehmt meine Hilfe an, oder eben nicht. Das Ergebnis bleibt das Selbe. Sie“, er nickte mir zu, „kann hier unter dem Berg nicht überleben, was bedeutet, dass wir Margarethe auf irgendeinem Weg hoch auf die Burg bringen müssen.“ Viola nickte so entschlossen, dass ihre schwarzen Zöpfe flogen. „Er hat Recht. Sie kann nicht dauerhaft hier unten bleiben. Das wäre für sie und auch für uns zu gefährlich. Folgt mir Wolf, ich zeige Euch den Weg.“ Entschlossen stiefelte sie durch den engen Gang und stieß mit spitzen Ellebogen die bis an die Zähne bewaffneten Zwerge zur Seite, bis sie die Spitze des Zuges erreicht hatte.

Clemens drückte meine Hand zum Abschied und sah mir unanständig tief in die Augen.

Wir holen dich gesund hier raus. Versprochen. Geh mit den anderen zu Gunda, sie wird wissen, was zu tun ist.“

Bevor ich auch nur nicken konnte, war er weg. Hatte sich einfach durch die Zwerge gedrängelt und war hinter Viola in der tiefen Dunkelheit des Berges verschwunden.

Auch ich näherte mich nun dem Gang, in welchem meine Begleiter erst vor wenigen Stunden so unendlich selbstlos und tapfer gegen die beiden grauen Ritter gekämpft hatten, um mich, die ich nicht einmal zu ihrem Volke gehörte, in Sicherheit zu bringen.

Allein schon der bloße Gedanke an diese bleichen Männer jagte mir einen Schauer über den Rücken.

Die Ritter der weißen Frau waren für die grausamen Verletzungen meines, zum Glück inzwischen wieder bewusstlosen, Begleiters verantwortlich. Mehrere schwielige Hände schoben mich am Hinterteil eilig über die Kreuzung in den nächsten, für meinen unerheblichen Geschmack, viel zu dunklen Gang hinein.

Der Boden war auch Stunden nach dem Kampf gegen Aeolas Haustiere ziemlich nass und ekelhaft glitschig.

Überall hingen die schleimigen Überreste von Aeolas Marderhorde, ganz so, als hätte jemand Brei oder Gelee an die Wände geklatscht und danach daran herunter laufen lassen. Oder als wären Massen von Riesenschnecken durch die Gänge gekrochen und hätten ihre Schleimspuren überall an Wänden und Boden hinterlassen.

Mit Schaudern dachte ich an den Angriff der nebeligen Marder auf meine beiden tapferen Begleiter und mich zurück. Aus dem Augenwinkel erhaschte ich eine schwache Bewegung am Boden des Ganges. Zu unseren Füßen waberten doch tatsächlich noch einige wenige verzweifelt umherwirbelnde Nebelreste. Da hatten wir die flinken Wirbelsturmtierchen wohl doch nicht gründlich genug zerstäubt und in Schleimfetzchen zerrissen.

Dieses Mal erhellten die Flammen von unzähligen Fackeln den schmalen Durchgang und die Überreste der Nebelmarder lösten sich in deren Schein restlos auf.

Schneller als erhofft strömten die Zwerge mit mir in ihrer Mitte in die warme, hell erleuchtete und in vielen Farben glitzernde, Haupthöhle. Noch nie waren mir unterirdische Lagerfeuer so anheimelnd und beruhigend vorgekommen.

Die Betonung liegt dabei auf unterirdisch.

Schon wieder.

Also unterirdisch.

Mit lautem Hallo wurde der Zug empfangen.

Auf besorgten Gesichtern erschienen in Windeseile breite Lächeln. Alle drängten sich um die improvisierte Trage des Verletzten. Die große Familie der kleinen Bergleute war wieder vereint und die Elfe kam sich so richtig fehl am Platze vor, wie sie so inmitten der kleinen Leute stand und so gar nicht wusste, wohin.

Ich war eben nur ein Eindringling in ihrer niedrigen, dunklen Welt, ein Problem, das es zu lösen galt.

Oder so.

Nach einem turbulenten Weilchen besann man sich dann ganz offensichtlich meiner unbedeutenden Person und der Gastfreundschaft, welche unter Zwergen allerdings manchmal ein wenig eigenwillig interpretiert wurde.

Zumindest stand ich nun nicht mehr wie bestellt und nicht abgeholt in der Gegend herum, denn einige aufgeregte Frauen dirigierten mich resolut in die Mitte der Halle, dorthin, wo die Feuer brannten.

Wieder wurde ich auf eine der weich ausgelegten Bänke gesetzt und mit heißer, fast noch brodelnder Suppe versorgt.

Mehr und mehr der anwesenden Männer verschwanden mitsamt ihren Partnerinnen in der Dunkelheit des Berges, bis sich endlich eine ziemlich geschafft ausschauende Gunda stöhnend neben mir niederließ. Sie rieb sich mit beiden Händen über das Gesicht und schloss mit in den Nacken gelegtem Kopf ihre fast schwarzen Augen.

Ihr sorgt für Abwechslung unter dem Berg, dass muss ich Euch lassen, Margarethe.“ Sie nahm sich ebenfalls eine Schale der kräftigen Brühe und starrte einen Moment auf die zahlreich an der Oberfläche treibenden Fettaugen.

Diese ließen sich von der Anführerin der Zwergenfamilie allerdings nicht einschüchtern und starrten ungerührt zurück. Gunda riss ihren Blick von den glänzenden Blasen los und schaute mit müden Augen in die dunklen Tiefen des Saales.

Danke, dass Ihr Matthes gerettet habt.“

Er hat mir seinen Namen nicht verraten.“

Sie grinste.

War ja klar. Der alte Geheimniskrämer. Bildet sich immer wieder ein, dass der Ärger an ihm vorbeigeht, wenn er nur seinen Namen verheimlicht.“

Sie strich sich durchs staubige, in alle Richtungen abstehende, Haar.

Dabei zieht unser Matthes jegliches noch so kleine Problem und jeden weltweit möglichen Unfall wie magisch an. Er ist dabei jedoch der loyalste meiner Männer, ich würde ihm jederzeit mein Leben anvertrauen. Allerdings braucht es nur einen winzigen Felsvorsprung und ihm erwächst die nächste Beule am Kopf. Manchmal frage ich mich, ob Viola an ihm noch ein winziges Stückchen glatte Haut finden kann, oder ob Matthes nur noch aus Narben besteht.“ Gunda schmunzelte in ihre Schale, während sie einen siedendheißen Schluck Brühe trank.

Ein Weilchen saßen wir schweigend nebeneinander, jede von uns in ihre eigenen Gedanken versunken. Leise Schritte aus den Tiefen der Dunkelheit ließen uns aufblicken.

Ein langbärtiger Zwerg trat gemeinsam mit einer ganz in sattes Violett gekleideten Frau an unser Feuer. Die mir unbekannte Frau sah eigenartig fremd aus und doch ebenso seltsam bekannt. Ich zog die Augenbrauen zusammen. Eine Zwergin war sie jedenfalls nicht, überragte sie ihren Begleiter doch um Haupteslänge.

Gunda erhob sich und hob überrascht eine Augenbraue.

Was tut Ihr hier, Fliederfrau?“

Ich spürte in einem winzigen Stück meiner allerlängsten Wurzel, dass es hier unten etwas zu schmuggeln gibt.“ Die schlanke Frau mit dem rindenbraunen Haar ließ sich graziös neben uns auf der Bank nieder. Ihre Augen strahlten in einem ungewöhnlichen, leuchtenden Lila, sie leuchteten in derselben Farbe wie ihr aus einem fließenden Stoff geschneiderten Kleid.

Viola, die offensichtlich Clemens aus dem Berg geführt hatte, war zurück und trat aus dem Dunkel der Halle auf uns zu. Auf ihr Gesicht trat ein strahlendes Leuchten uns sie umarmte die Fliederfrau herzlich.

Flink wie ein Kugelblitz schlang sie ihre kurzen Ärmchen um den schmalen Leib der groß gewachsenen, schlanken Schönheit.

Syri, schön dich zu sehen, du hast uns viel zu lange nicht mehr beehrt.“ Die hoch gewachsene Syri stupste mit dem Zeigefinger an Violas Nase an.

Das kommt davon, wenn ihr aus meinem Wurzelwerk wegzieht. Du weißt doch, dass ich ungern lange Wege im Dunklen zurücklege.“

Viola zuckte nur kurz mit einer Schulter.

Da oben war es Mathes und mir eindeutig zu warm im Sommer und zu kalt im Winter. Wie du diese wechselnden, gruseligen Jahreszeiten so aushältst, ist mir immer noch ein Rätsel.“

Die mit dem Namen Syri angesprochene schmunzelte.

Genau das macht doch den Reiz des Lebens aus, meine Liebe. Aber nun mal im Ernst, denn ich bin nicht zum Spaß durch eure dunklen Tunnel gekrochen.“

Sie drehte sich zurück zu uns und verbeugte sich leicht vor Gunda und mir.

Meine Damen, ich bin gekommen, um die Elfe zu holen. Der Wald hat sich entschieden, sie auf die Burg zu bringen. Eure Irrwege, meine liebe Margarethe, sind ja nicht mehr mit anzusehen. Es ist eine Schande, dass eine Lichtgeborene durch schlammige Tunnel kriecht.“

Ihre Augen fuhren an mir herunter, bevor sie an Gunda gewandt, weiter sprach.

Nicht, dass wir Magdalenas Entscheidung, sie aufzunehmen, gut heißen würden. Wir haben genau gewusst, dass es nur Ärger geben würde, wenn sie die da aufnimmt.“ Sie deutete herablassend auf mich. Gunda verdrehte nur ihre schwarzen Augen und grinste mich schief an. „Offensichtlich steht hier eine Freundin fürs Leben, Margarethe, aber lasst nur, Frau Syringa ist eigentlich ganz zahm.“ Jetzt war es an mir, zu grinsen und Syringas Blick umwölkte sich. Da zog ja fast schon ein Unwetter auf.

Oh je.

Das ließ ja nichts Gutes erwarten, aber irgendwie hatte ich es schon immer gewusst.

Ganz offensichtlich hatte mich mein erstes Gefühl absolut nicht getäuscht, dass seinerzeit der Wald nicht gerade über meinen Weg zum grünen Haus der Kräuterfrau begeistert war. Magdalena hatte mir offensichtlich nicht grundlos verboten, allein in die grüne Welt zu gehen.

Die seltsam violetten Augen der Fliederfrau blitzten auf. „Allerdings hätten wir dir“, sie deutete dieses Mal mit ihrem schmalen Kinn auf mich, „niemals zugetraut, dass du Aeola die Stirn bieten könntest. Vielleicht, aber auch wirklich nur vielleicht, hat Magdalena doch gut daran getan, dich auch gegen den Willen des Waldes, zu sich zu nehmen.“

Sie erhob sich abrupt.

Es ist an der Zeit, zu gehen.“

Ohne weiter auf mich oder Gunda zu achten drehte sich die Fliederfrau um und verschwand mit wehenden Röcken in der Dunkelheit. Gunda grinste mich schelmisch an.

Da habt Ihr ja eine echte Freundin gefunden.“

Ganz offensichtlich. Traut Ihr ihr und vor allen Dingen, sollte ich ihr mein Vertrauen schenken? Sie scheint mir nicht gerade gut gesonnen zu sein.“ Gunda gluckste auf.

Ich würde Syringa, ebenso wie Matthes, jederzeit mein Leben anvertrauen. Lasst Euch nicht von ihrer mangelnden Liebenswürdigkeit blenden. Sie hat ein gutes Herz und ist denen, die ihre Freundschaft oder auch nur ihre Achtung errungen haben, gegenüber absolut loyal.“

Und ich habe ihre Achtung?“

Ihr habt die Meine, Margarethe, also besitzt Ihr auch die des Fliederstrauches.“

Häh? Die Achtung des Fliederstrauches? Irgendwo hatte ich an dieser Stelle wohl ein entscheidendes Stückchen der Torte verpasst.

Kopfschüttelnd beugte ich mich zu Gunda nieder, erwiderte die herzliche Umarmung der Zwergin und trabte dem Flieder hinterher. Oder so.

So Ihr lieben ich hoffe ihr hatten genau so viel Spaß wie wir an diesem Buch und mit der Leseprobe von band 2.

Es gibt natürlich noch etwas zu gewinnen.

Beantwortet einfach bis zum 30.08.2015, 23.59 Uhr folgende Frage:

Was erwartet ihr euch von der Geschichte?

Teilnahmebedingungen:

Ihr seid über 18 Jahre alt oder habt die Erlaubnis eurer Eltern.
Nach Ablauf des Gewinnspiels können wir euch im Falle des Gewinns eine Email senden. Hierfür müsstet ihr mir eure E-Mail hinterlassen.
Wir übernehmen keine Haftung und es gibt keinen Ersatz falls das Paket verloren geht.
Der Gewinn wird nicht bar ausgezahlt.
Das Gewinnspiel startet am 24.08 und endet ab 30.08.2015 um 24:00Uhr. Die “Offenbarung” wird es zeitnah geben.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
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2 Kommentare

  1. Margareta Gebhardt · August 29, 2015

    Hallo ,

    Ich erwarte von der Geschichte das interessant , spannend ist und
    ich nicht aufhören kann bis ich fertig gelesen habe.
    Interessanter Blogtour Beitrag . Vielen Dank .
    Ich wünsche Dir schönes Wochenende .

    Liebe Grüße Margareta

    Gefällt mir

  2. Ricarda Zöllmann · August 30, 2015

    Hi ich erwarte eine spannende Story und erhoffe mir noch ganz viel über die verschiedenen Wesen zu erfahren.

    Lg Ricarda; – )

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